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Dienstag, 2. August 2016

Zeven bis Nartauen

zu blöd, für diese Strecke bräuchte ich mein Auto - zu dumm nur wenn ich von Zeven nach Nartauen laufe, muss ich auch zurücklaufen um das Auto zu holen.Weil aber die Strecke super ausgeschildert ist, verzichte ich momentan darauf. Wir haben diese Etappe dieses Jahr im Zusammenhang der Via Romea geprüft und ausgebessert.

In Nartauen fehlt leider jede Unterkunftsmöglichkeit, daher müßt ihr weiterlaufen bis Otterstedt.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Via Baltica zwischen Nartauen und Ottersberg

Beide Strecken ab Nartauen sind jetzt perfekt ausgeschildert, am Abzweig werden die meißten denken, "Ups, hier sollen wir uns teilen", aber die Strecke an der Landstraße führt auf direktem Weg zur Kirchengemeinde in Otterstedt und damit zur Pilgerherberge. Der Weg in die Wiesen führt uns bald über eine alte Römerstraße und schöne Wege zum Otterstedter See, so ist das Wochenend- und Feriengebiet am Pastorensee benannt - dort gibt es seit Juni 2016 einen Campingplatz, auf dem man auch sein Zelt aufbauen kann, Hunde sind dort offensichtlich willkommen. Der Wirt im Haus am See packt gerne Lunchpakete, hat aber ansonsten keine Übernachtungsmöglichkeiten. Allerdings ist es ab dort nicht weit zur Pilgerherberge der Otterstedter Kirche.

Die Alternativstrecke führt nicht direkt an der Pilgerherberge vorbei - es ist aber nicht weit zur Herberge - dafür kommen wir direkt am DLRG-Haus am Badesee vorbei, außerdem gibt es ein Restaurant, dieses hat allerdings gerade erst Anfang Juni 2016 neu eröffnet (siehe Foto mit den Öffnungszeiten) und noch eine etwas verbesserungswürdige Speisekarte. Aber dort gibt es sanitäre Anlagen und was zu Essen! Gleich hinter dem Campingplatz beim See geht es in ein Waldgebiet, dieses ist für Radfahrer absolut ungeeignet! Radfahrer müssen sich auf der Alternativstrecke selbst den Weg suchen, aber das ist gut zu schaffen. Hinter dem Waldgebiet, in den Landkarten als "Kreuzbuchen" benannt, kreuzen wir die Verbindungsstraße zwischen Otterstedt und Ottersberg, kurz darauf haben wir einen Abzweig Richtung Ortskern und einen Richtung Hauptroute gemacht. Beide Strecken sind komplett ausgeschildert und führen kurz hinter der Wümme wieder zusammen.

Wir führen die Alternativstrecke in den Ortskern von Ottersberg, dort gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Geldautomaten, Apotheken, Cafés, Ärzte und öffentliche Verkehrsverbindungen. Hinter dem oben genannten Waldstück gibt es eine Querverbindung zur Hauptstrecke der Via Baltica. Diese Querverbindung führt am Ottersberger Friedhof vorbei und die beste Möglichkeit, die Hauptstraße Richtung Ottersberg zu meiden, diese haben wir jetzt auf gps aufgenommen.

Wir führen aber die Alternativstrecke vom Ortskern Ottersberg, vorbei am Atelier (Waldorfcafé) über das Schulgelände, über die Wümmebrücke durch die Wümmewiesen Richtung Fischerhude, kurz hinter Ottersberg treffen wir dann wieder auf die Hauptstrecke der Via Baltica.

Der Otterstedter See wird in den Landkarten übrigens Pastorensee genannt, im Volksmund Otterstedter See. Dort ist angeblich eine Kirche versunken, diese hat aber noch niemand wiedergefunden.

Im dazugehörigen gpx-Track ist der Fahrradweg ab Ottersberger Bahnhof mit eingezeichnet, dieser gehört NICHT zur Via Baltica, ist aber praktisch.



Donnerstag, 10. März 2016

Via Baltica Zeven bis Otterstedt

 Die Tour war lang und anstrengend, gut, daß der versprochene Regen weggeblieben ist, nur der Wind war Mitte März noch ziemlich kalt. Die Strecke aus Zeven raus war besonders nervenaufreibend, weil sie hauptsächlich aus festem Untergrund bestand. Umso schöner waren dann die Wald- und Feldwege außerhalb der Kleinstadt.
 Diese Friedhofsteine finden wir nocheinmal auf der folgenden Tagesetappe in Fischerhude. Sie stammen von einem Friedhof aus und sind aus dem 15. Jahrhundert. Zumindest die Grabsteine in Fischerhude stammen vom Friedhof in Wilstedt, der verlegt wurde.

 Hier an dieser Stelle verlaufen die Via Baltica und die Via Romea noch auf der selben Strecke, im einen dahinter liegenden Waldstück gabeln sie die beiden Routen, die Via Baltica führt weiter Richtung Santiago de Compostela und die Via Romea führt nach Rom. Auf einer der vorherigen Etappen hatten wir schon eine Steinplatte mit der Routenbeschreibung gesehen.
 Das typische Landschaftsbild dieser Strecke sind weite Flächen, die immer wieder durch kleine Wäldchen durchbrochen werden, durch die uns der Weg führt. Abzweigungen gibt es wenige, erst nach einigen Kilometern gabelt sich der Weg an einer T-Kreuzung im Wald, dort verlässt uns dann auch die Via Romea.



Besonders in der nassen Jahreshälfte sehen wir immer öfter Moos auf dem Waldboden, in den späteren Sommermonaten ist davon dann häufig kaum noch was von zu sehen.




 
 Die Hügelgräber in der Region stammen aus der Zeit um 2700 bis 2000 vor Chr., sie sind also älter als unsere Pilgerwege. Diese Steinriesen sind die letzten Überbleibsel der Eiszeit, die hier in Niedersachsen durch gigantische Eis- und Wassermassen die Landschaft formte. Dadurch entstanden Täler, in denen sich in den folgenden Jahrtausenden Moore bildeten, einige Kilometer weiter findet man die Geest, dort sammelten sich die Erdmassen zu Hügeln, eine typische Region dafür finden wir in der Wildeshauser Geest, ein paar Tagesetappen hinter Bremen.

Eine der letzten alten Handelsstraßen in unserer Region haben wir hier unter den Füßen, und das ist eine super Erholung und Massage für die Füße, die leider viel zu kurz ist.

Trotzdem: Diese Tagesetappe ist für mich zu lang und ohne Training nicht zu empfehlen, insbesondere die Strecke ab dem Otterstedter See Richtung Bahnhof Ottersberg besteht nur aus Teer und ist extrem anstrengend für die bis dahin sowieso schon müden Füße, auch die Rast bei Kaffee und Kuchen am See hat nur ein wenig geholfen, aber zelten kann man im März am See noch nicht.

Freitag, 30. September 2011

auf der Etappe 3: Nartauen - Otterstedt - Ottersberg - Fischerhude

Bei Nartauen machten wir einen Abstecher zu Kempowski, der leider verstorben ist. Es gibt dort in regelmäßigen Abständen Literaturlesungen. Der bekannteste Roman ist "Tadellöser & Wolff", ein Besuch im Hause Kempowski´s lohnt sich!

Kurz vor Otterstedt kamen wir durch Winkeldorf. Hier gibt es eine Eselstation, die es mir angetan hat. Vielleicht leihe ich mir hier eines Tages einen Esel, der mir als Transportmittel dient. Allerdings habe ich gelesen, daß ein Esel an jedem Strauch und jeder Blume anhält, um sie zu fressen, auch der Rücktransport und die Einkehr, zumindest in Deutschland, ist heutzutage schwierig.

Die Otter vor der Otterstedter Kirche haben es mir angetan. Niedliche, kleine putzige Tierchen, leider nicht echt. Die Otter sind hier in der Gegend fast ausgestorben, aber es besteht die Hoffnung, dass sie irgendwann zurückkommen. Dazu brauchen wir allerdings etwas weniger Landwirtschaft, weniger Flußbegradigungen und mehr naturbelassene Ecken. Daher mein Appell an alle: Bleibt auf den Wegen, sonst vergrault ihr vielleicht noch eventuelle Heimkehrer.

Ottersberg streift der Weg, wie im Heft beschrieben, nur am Rande. Trotzdem lohnt sich eine Einkehr, hier gibt es Bankautomaten, Apotheken, kleine Cafés, Supermärkte und kleine Pensionen. Die Übernachtungsmöglichkeiten sollte man sich allerdings vorher aus dem Internet der Ottersberger Seite holen. Achtung: Es handelt sich um den Flecken Ottersberg! Ihr solltet nach der Entfernung zum Ortskern fragen oder nach dem Ortsteil Campe. Einen entsprechenden Link habe ich hier auf dieser Seite gelegt.
In Ottersberg selber ist erwähnenswert der Amtshof. Dazu gehörte ehemals der Edelhof, der als Vorhut des Amtshofes galt und lag auf der Strecke Richtung Bremen. Der Hof ist mindestens 2x abgebrannt und hat wahrscheinlich als eines der ersten Dörfer ein Ziegeldach bekommen. Inzwischen existiert er nicht mehr, die Gaststätte zum Edelhof wurde erst später in Betrieb genommen und ist jetzt auch nicht mehr aktiv. Das Gemälde vom ehemaligen Hof hängt in der Gaststätte und ist in Privatbesitz.

Übrigens: der von Heiner veröffentlichte Track auf gpsies ist nicht 100%tig korrekt, dieser ist aber ideal für Radfahrer. Fußgänger haben die Möglichkeit von der vielbefahrenen Fahrrad- und Autostrecke nach rechts auszuweichen. Diese Möglichkeit ist von uns so ausgeschildert. Wer also der Beschilderung folgt oder den track auf wikiloc hat, umgeht so ein wenig mehr Straßenpflaster.

Klar, das es sich hier um die schönsten Dörfer Norddeutschlands handelt. Fischerhude hat hier natürlich als alteingesessenes Künstlerdorf den Rang Nummer 1. Hier gibt es Kaffee- und Teestuben reichlich, Kuchen und Torten aus hauseigener Herstellung, einen fantastischen Bioladen direkt am Weg mit einem gigantischen Obst- und Gemüsesortiment und etliches mehr. Die mit Liebe erhaltenen alten Bauernhäuser entlang des Weges sind immer wieder ein Blickfang für's Auge, nur der Fußgänger hat die Zeit und die Muße, richtig hinzuschauen und zu genießen. Weil wir Ende April den Weg gelaufen sind, konnten wir dazu noch unter Kirschbäumen entlang von wunderschön und üppig blühenden Bauerngärten flanieren. Auch hier ist die komplette Infrastruktur vorhanden.

Ottersberg hat eine Zuganbindung, der Bahnhof liegt ca. 3 km abseits des Weges. Zur Fahrplanauskunft kommt ihr hier (Ottersberg Han)